20 Jahre Partnerschaft Tiefenbach und Stenovice
Bunter Festakt
Zeitungsbericht von Herrn Scherr/Samstag, 26.11.2011
Musikalisch begrüßten die deutschen Schüler und Schülerinnen ihre tschechischen Nachbarn mit einem Willkommenslied in deren Landessprache. In der Aula der Grund- und Mittelschule Tiefenbach hatten sich dazu eine ganze Reihe Ehrengäste eingefunden. Neben den tschechischen Nachbarschülern mit ihren Lehrkräften und natürlich Rektor Petr Liskâ hieß Rektorin Melitta Bittner den stellvertretenden Landrat Fritz Winklmann, vom Schulamt Cham Frau Gerda Bräuer, die örtlichen Bürgermeister Johann Müller, Helmut Heumann und deren Kollegen aus Falkenstein herzlich willkommen. Auch Frau Bittners Vorgänger im Amt Rektor Johann Strasser, Helmut Hausner und Anton Münch sagte sie ein herzliches Grüß Gott in Tiefenbach. Des Weiteren begrüßte die Rektorin aus der Mittelschule Waldmünchen Frau Maria Hauzenberger, das gesamte Tiefenbacher Lehrerkollegium und den Elternbeirat der Schule. Vor allem möchte sie aber die Schüler und Schülerinnen begrüßen, denn durch sie lebt diese Schulpartnerschaft, wie sie sagte. Großer Danke gebührt den Gründern und treibenden Kräften dieser Schulpartnerschaft Rektor Petr Liskâ aus Stenovice und Klaus Rückerl von der Schule Tiefenbach. Sie waren es, die vor 20 Jahren die Idee verwirklichten und mit Leben erfüllten.
Klaus Rückerl und sein Kollege Franz Liebl begleiteten daraufhin eine fotografische Rückschau auf die vergangenen zwei Jahrzehnte freundschaftliche Verbindung musikalisch mit dem bekannten Lied „Rosalinde“ jedoch auf tschechisch und auf deutsch. Die Eindrücke der jährlich stattfindenden Fahrradwoche beantworteten Rückerl auf dem Akkordeon und Liebl lautstark mit vollem Körpereinsatz. Ebenso fahren jedes Jahr Schüler beider Schulen gemeinsam zum Ski- und Snowboard fahren nach Österreich und seit ein einigen Jahren schlossen sich auch Schüler der Falkensteiner Schule diesem gegenseitigem Kennenlernen an. Gemeinsame Begegnungen gibt es auch in der nahen Jugendbildungsstätte in Waldmünchen mit ihrem vielfältigen Angebot.
Fehlen durfte auch die schuleigene Tschechischlehrerin Frau Alena Sanseverino mit Schulkindern ihrer Tschechisch AG. Sie begeisterten die Gäste mit einem flotten Tanz zum selbstverständlich tschechischen Song. Die symbolische Grenzöffnung am geschlossenen Schlagbaum durch Petr Liskâ und Klaus Rückerl feierten alle mit kräftigem Applaus und das nun angestimmte Lied „Gute Freunde kann niemand trennen“ passte ideal dazu.
Auch die tschechischen Schüler waren nicht untätig und präsentierten ein ganzes Theaterstück mit den zwei Hauptakteuren Erasmus und Amos. Die beiden hätten wunderbare Ideen, wie Kinder spielend lernen, doch die Zeit war noch nicht reif für diese Erkenntnisse. Erst in einer übertechnisierten Welt der Zukunft besannen sich die Menschen wieder an die Erkenntnisse von Erasmus und Amos zurück und wollten es besser machen. Dank der deutschen Übersetzung als Untertitel konnten alle diese gespielte Geschichte verstehen.
Rektorin Melitta Bittner bedankte sich überaus herzlich bei allen Gästen, besonders natürlich bei den tschechischen Nachbarn und begleitete alle zur Schulturnhalle. Hier zeigte die neue Tanzformation „Silverados“ zusammen mit Tiefenbacher Schülern die flotten Schritte des Line Dance. Als Rahmenprogramm durften alle Schüler ob tschechisch oder deutsch an neun Stationen mehr oder weniger knifflige Spiele zusammen bestreiten. Hier kam es nicht nur auf den gegenseitigen Wettstreit an, sondern auch auf ein gutes gemeinsames Zusammenspiel beider Nationen. Ein würdiger Abschluss dieser Jubiläumsfeier zur Schulpartnerschaft zwischen Tiefenbach und Stenovice.
Stellv. Landrat Fritz Winklmann gratulierte zum 20-jährigen Jubiläum und überbrachte auch die Grüße von Franz Löffler. Winklmann erinnerte an die Aktionsbündnisse „Künisches Gebirge“ und dem noch laufenden „Cherchov“ Projekt. Auch findet ein lebendiger Austausch auf kulturellem Sektor zum Beispiel im Museumsbereich (Projekt Dialog Muzeum) und die Gemeinde- und Städtepartnerschaften Cham – Klatovy, Furth im Wald – Domazlice, Eschlkam und Kdyne / Vseruby, sowie Bad Kötzting mit Susice, um nur einige zu nennen. Eine Partnerschaft lebt von den Begegnungen der Menschen und ganz besonders wichtig sind die Begegnungen junger Menschen, meint Winklmann. So werden Vorurteile abgebaut und Freundschaften begründet. Der Motor der Freundschaft ist Rektor Petr Liska, der mit den Schulleitern aus Tiefenbach beste Zusammenarbeit pflegt. Im Namen des Landkreises Cham dankte er ihm für sein großes Engagement. Er wünsche für die Zukunft noch viele gemeinsame Aktionen kultureller, sportlicher oder privater Art.
Frau Gerda Bräuer begann mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry „Man soll nie zusehen, man soll Zeuge sein, mittun und Verantwortung übernehmen“. „Diese Worte, so Bräuer, passen auch auf dieses Jubiläum der Schulpartnerschaft Tiefenbach und Stenovice, sehr gut. Die Verantwortlichen, allen voran Rektor Petr Liskâ und Klaus Rückerl haben 1991 nicht nur davon gesprochen, dass Bayern und Tschechien nach 1989 wieder enger zusammenrücken müssen, sie haben die Ärmel hochgekrempelt und angepackt, damit wir und unsere Kinder nicht nur geographisch Nachbarn sind, sondern uns gegenseitig austauschen und kennen und schätzen lernen können. Über 20 Jahre lang fanden und finden jedes Jahr mehrere gemeinsame Aktionen statt, dabei erfahren die Kinder wie toll es sein kann, sich mit seinem Gegenüber ein paar Worte in Tschechisch bzw. in Deutsch zu verständigen. In diesen Situationen wird den Kindern auch die Sinnhaftigkeit einer Fremdsprache bewusst. „Liebe Rektoren, Lehrkräfte und auch Schüler, ich kann sie nur ermutigen, weiterhin beharrlich und mit Tatkraft diese Schulpartnerschaft zu leben“, mit diesem Wunsch schloss Schulrätin Bräuer ihr Grußwort.
Bürgermeister Johann Müller:
„Es muss ein guter und segensreicher Gedanke gewesen sein, der vor 20 Jahren diese Schulpartnerschaft ins Leben gerufen hat“, war sich Müller sicher und es ist sehr wichtig, dass sich unser aller Kinder bei den gemeinsamen Treffen miteinander austauschen. Er wünschte den tschechischen Gästen einen angenehmen Aufenthalt in Tiefenbach und das diese Partnerschaft weiterhin zum gegenseitigen Verständnis beitragen möge.
Petr Liskâ zeigte sich überwältigt von den Eindrücken aus über 20 Jahren Schulpartnerschaft Stenovice und Tiefenbach und sagte: „Es ist ein großes Glück, dass ich so viele Freunde und Bekannte hier in Bayern habe“. Er dankte den Bürgermeistern Johann Müller und Helmut Heumann für die vielfältige Unterstützung bei den gemeinsamen Aktionen. Herzlichen Dank sagte er allen Rektoren und Lehrkräften und besonders wichtig war es Liskâ den Mann der ersten Stunde Herrn Klaus Rückerl zu danken. „Er ist der Antrieb dieser Partnerschaft und dafür gebührt ihm besondere Ehre“. Mit diesen Worten überreichte Liskâ Geschenke an ihn und an die Schüler von Tiefenbach und Treffelstein. Auch an alle Rektorkollegen überreichte er Präsente.
Klaus Rückerl meinte: „Das Glück liegt ganz auf seiner Seite, den Petr Liskâ und seine wunderbaren Kolleginnen haben es ihm leicht gemacht diesen Schritt zu wagen“. Welche Anfrage, oder welches Problem auch anstand, er, Liskâ gab ihm immer zur Antwort „Kein Probelm“. Rückerl dankte seinem tschechischen Partner für die allseits offenen Ohren und für die Zeit, die er ihm und dem Projekt Schulpartnerschaft geopfert hat.
Nach einem Zeitungsbericht von Herrn Scherr!
Sie müssen Ihren Flash-Player aktualisieren.





























































